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Bohrer

1900–1969

Handbohrer mit geschlossenem Metallgriff (unmarkiert, Nr. 4)

Steckbrief

Datierung
Vorläufige Arbeitshypothese: erste Hälfte bis Mitte des 20. Jahrhunderts (etwa 1900–1960er); typologische Einschätzung.
Zustand
Gereinigt und konserviert; der Bohrtest ist noch nicht bestätigt, der Lochdurchmesser nicht gemessen.

Maße

  • Länge153 mm

Kleiner Handbohrer ganz aus Metall zum Bohren von Holz. Der Griff ist eine längliche geschlossene Schlaufe mit sanfter Biegung im oberen Teil; anders als bei den drei anderen Bohrern aus demselben Kauf gibt es an der Basis der Schlaufe keine doppelte Wicklung…

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Geschichte

Kleiner Handbohrer ganz aus Metall zum Bohren von Holz. Der Griff ist eine längliche geschlossene Schlaufe mit sanfter Biegung im oberen Teil; anders als bei den drei anderen Bohrern aus demselben Kauf gibt es an der Basis der Schlaufe keine doppelte Wicklung um den Achsschaft. Auf dem Foto ist ein freies Metallende innerhalb der Schlaufe zu sehen. Der Arbeitsteil hat eine ausgeprägte Spiralnut und eine Zentrierschraube an der Spitze. Länge 153 mm, Gewicht 48 g. Metall, vermutlich Stahl. Keine Markierungen gefunden. Der kompakteste und leichteste der vier Frankfurter Bohrer.

Datierung. Vorläufige Arbeitshypothese: erste Hälfte bis Mitte des 20. Jahrhunderts (etwa 1900–1960er); typologische Einschätzung.

Restaurierung

Reinigung mit WD-40 und Stahlwolle 0000, anschließend Konservierung mit Öl ISO VG 68. Kein Brünieren, Lackieren oder künstliches Patinieren; die dunkle natürliche Patina sowie Herstellungs- und Gebrauchsspuren blieben erhalten. Die Oberfläche wurde ohne Hochglanz-Nachpolieren gereinigt.

Quellen

Forschungsstand

Hersteller, Herstellungsort, Fabrik und Jahr sind nicht ermittelt; nach Form und Wirkprinzip ein traditioneller Handbohrer des europäischen Tischler- und Zimmermannswerkzeugs. Das Fehlen eines Stempels beweist keine handwerkliche Einzelfertigung; Ähnlichkeit im Zweck bedeutet keinen gemeinsamen Hersteller mit den anderen Bohrern dieses Kaufs. Wie das freie Metallende in der Schlaufe verbunden ist, bedarf genauerer Untersuchung. Zu tun: Lochdurchmesser beim Probebohren messen, Sauberkeit von Ein- und Austritt prüfen, Oberfläche im Streiflicht auf schwache Markierungen untersuchen. Vergleich mit den anderen aus demselben Fund: Nr. 1 — 210 mm / 124 g; Nr. 2 SCHLAGRING 10 — 215 mm / 120 g; Nr. 3 — 191 mm / 73 g; Nr. 4 — 153 mm / 48 g. Gekauft auf einem Flohmarkt in Frankfurt am Main Ende September 2026. Beobachtungen und Maße nach Fotos und Angaben des Besitzers, Oktober 2026.

Kauf und Preis

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