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Hobel

1880–1959

Holzhobel mit GOLDENBERG-Eisen („zwei Augen“)

Steckbrief

Datierung
Ungefähr spätes 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts; ein engerer Zeitraum ist nicht ermittelt.
Zustand
Das Eisen wurde gereinigt, wobei der Großteil der historischen Oberfläche und die Stempelung erhalten blieben. Die Schneide ist auf Arbeitszustand geschärft (Schärfe laut…

Hölzerner Handhobel mit vorderem Horn, Keil und Spanbrecher. Der Körper ist vermutlich deutscher Herkunft, möglicherweise Ulmia; das Eisen stammt von der französischen Marke Goldenberg und trägt das Zeichen zweier Augen. Eisenbreite 33 mm, Dicke etwa 3,62 mm…

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Geschichte

Hölzerner Handhobel mit vorderem Horn, Keil und Spanbrecher. Der Körper ist vermutlich deutscher Herkunft, möglicherweise Ulmia; das Eisen stammt von der französischen Marke Goldenberg und trägt das Zeichen zweier Augen. Eisenbreite 33 mm, Dicke etwa 3,62 mm an der Schneide und etwa 2,6 mm am gegenüberliegenden Ende (Messungen des Besitzers). Der Körper besteht aus Holz, das optisch Buche ähnelt; das Material der Sohle ist nicht gesondert bestätigt. Die Fuge zwischen zwei Holzschichten der Sohle verläuft wellig / gezahnt. In der Mitte der Stempelung steht die Zahl „25“; ihre Bedeutung ist nicht geklärt.

Datierung. Ungefähr spätes 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts; ein engerer Zeitraum ist nicht ermittelt.

Marken und Stempel

  • belegt

  • ungeklärt

  • wahrscheinlich

Restaurierung

Der Besitzer hat mindestens einen Tag mit dem Abrichten der Rückseite des Eisens verbracht. Auf dem Foto sind ein gleichmäßig bearbeiteter Streifen an der Schneide und darüber die erhaltene alte Oberflächenstruktur zu sehen.

Quellen

Forschungsstand

Arbeitszuschreibung. Im oberen Teil der Eisenstempelung zwei stilisierte Augen, darunter der Name GOLDENBERG sowie die französischen Aufschriften ACIER FONDU („Gussstahl / Tiegelstahl“) und GARANTIE. Die Stempelung weist auf französische Herkunft des Eisens hin, bestimmt aber nicht den Hersteller des Holzkörpers. Eine mögliche Bezeichnung „C29“ auf der Rückseite bedarf gesonderter Bestätigung. Die wellige Linie zwischen Körper und Sohle erinnert an die Schrägverzahnung von Ulmia-Hobeln; Hornform und Aufbau passen zur deutschen Tradition, das Merkmal ist aber nicht einzigartig für Ulmia. Ohne Körperstempel, Katalogabgleich oder andere unabhängige Merkmale ist die Zuordnung zu Ulmia unbestätigt; das Eisen kann ersetzt worden sein. Genaue Maße des Körpers, Holzart der Sohle, Körpermarken und Herkunft des Hobels sind nicht ermittelt. Angaben zur Restaurierung und zu den Eisenmaßen beruhen auf Berichten des Besitzers. Karte vom 17. Oktober 2026.

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